Unternehmens-Planspiel

Am 2.-3. Februar führten Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger und Dr. Ralf Neise mit den Studierenden des Unternehmer-Studiums des 7. Jahrgangs ein Planspiel durch, in dem die Studierenden sich in einer unternehmerischen Führungsposition ausprobieren und die dabei entstandenen Erfahrungen reflektieren konnten.

Das Planspiel ist einem realen Brennerei- und Spirituosen-Betrieb nachgebildet und beinhaltet alle Herausforderungen, die bei der Führung dieses Unternehmens während eines Restrukturierungsprojektes entstanden sind. Neben der Führung von Mitarbeitern bestehen diese insbesondere darin, für das Unternehmen in der Umbruch-Situation einen realistischen Unternehmensplan zu erstellen, grundlegende Entscheidungen zu fällen, die notwendigen betriebswirtschaftlichen Rechnungen durchzuführen und die in den verschiedenen Rollenbeschreibungen sich verbergenden Informationen zusammen zu bringen, die Planung über einen Zeitraum von vier Jahren zu realisieren, die notwendigen Restrukturierungen umzusetzen sowie die entstehenden Ergebnisse persönlich zu verantworten. Neben den aktuellen luden Prof. Walger und Ralf Neise ehemalige Teilnehmer des Unternehmer-Studiums ein, denen das Führungs-Team regelmäßig Rede und Antwort zum Projektstand und Unternehmenserfolg stehen musste.

Zum Abschluss wurden die Erfahrungen mit der Führung und Zusammenarbeit gemeinsam reflektiert, und es wurde mit einer Kostprobe des eigenen Produktes auf das erreichte Ergebnis angestoßen.

Die Idee des Unternehmers – Besuch von dem Unternehmer Heinrich Völker im Unternehmer-Studium

Am 19.1.2024 fand zum Thema „Idee – welche Idee will und kann ich verkörpern?“ die vierte Veranstaltung des achten Jahrgangs des Unternehmer-Studiums statt. Auf der Basis des vorab versandten Handouts diskutierten Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger und Dr. Ralf Neise mit den teilnehmenden Unternehmern, was genau eine unternehmerische Idee ist und welchen Sinn es für den Unternehmer macht, die gedankliche Arbeit zu ihrer Entwicklung zu leisten. Oftmals nämlich, das zeigt die Erfahrung aus der Beratung von Unternehmen, ist die Idee des Unternehmens nicht genau geklärt oder geht im Laufe der Zeit verloren. Dann obliegt es dem Unternehmer, die Idee (neu) zu denken, sie konkret auszuarbeiten und in zeitgemäße und angemessene Formen umzusetzen. Nach der Diskussion konnte jeder der Teilnehmer seine Idee vorstellen und seine Erfahrungen mit ihrer Entwicklung und Umsetzung besprechen. Abschließend stellte der Unternehmer Heinrich Völker vor, wie er aus der Schreiner-Werkstatt seines Vaters, die er mit 25 Jahren übernommen hat, ein mittelständisches Unternehmen gemacht, es als Innovationsführer im Markt etabliert und immer wieder neue Produktideen entwickelt hat. Mangels Nachfolger hat Herr Völker nach viereinhalb Jahrzehnten sein Unternehmen schließlich an einen amerikanischen Wettbewerber verkauft. Auch dieser Verkauf und der Weiterverkauf sowie der Niedergang des Unternehmens, die der Unternehmer von außen mit ansehen musste, wurde in der Veranstaltung als Beispiel dafür besprochen, dass eine Unternehmensidee sich nicht von alleine erhält sondern nur dann, wenn sie immer wieder gedacht und in neuen Formen realisiert wird.

Praxisreflexion auf Tinos

Auf Einladung von Michael Difliff, der bei Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger ab 1983 im ersten Jahrgang Wirtschaftswissenschaft an der Universität Witten/Herdecke studiert hatte, trafen sich zehn Alumni der Fakultät auf Tinos in Griechenland zu einer Praxisreflexion. Sie besichtigten die drei Windräder, die Michael Difliff dort installiert hat und die er seit seinem altersbedingten Ausscheiden aus seiner Angestelltentätigkeit dort betreibt. Die ehemaligen Kommilitonen ließen sich das Abenteuer vermitteln, das mit ihrem Bau und ihrer Installation sowie mit den damit verbundenen Widerständen verbunden ist und besprachen aktuelle Schwierigkeiten. Im zweiten Teil der Exkursion hatte jeder der Ehemaligen – alle hatten in den ersten Jahrgängen studiert – die Möglichkeit, seine Pläne zu besprechen, was er nach seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben vorhat und wie er den Übergang gestaltet. Die Praxisreflexion ist ein Angebot, das Prof. Gerd Walger für Ehemalige Studierende der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät entwickelt hat und seit den 1990er Jahren zusammen mit Dr. Ralf Neise für unterschiedliche Alumni-Generationen regelmäßig anbietet.

Abschluss des 6. Jahrganges

Zum Abschluss ihres Unternehmer-Studiums haben die teilnehmenden Unternehmer die Frage beantwortet, was sie in ihrem Studium in Erfahrung gebracht haben und was dies für ihr Unternehmen bedeutet. Im Anschluss erhielten sie ihre Abschluss-Urkunden. Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger und Dr. Ralf Neise, vom IUU Institut für Unternehmer- und Unternehmensentwicklung an der Universität Witten/Herdecke, freuten sich an deren persönlicher Entwicklung und dass die Teilnehmer zu einer Gruppe zusammengewachsen sind, die auch über das Studium hinaus im Gespräch bleiben will.

Im September beginnt bereits der achte Jahrgang des die unternehmerische Tätigkeit begleitenden Angebotes. Alle vier bis fünf Wochen treffen sich in Wuppertal wieder ca. sechs Teilnehmer einen Tag zur Reflexion ihrer Erfahrungen. Das Studium, das sich an Unternehmer und Unternehmensnachfolger richtet und diese bei der Entwicklung ihres unternehmerischen Selbstverständnisses unterstützt, hat vier Module zu den Themen Identität des Unternehmers, Führen, Gestalten und Verhandeln mit je vier Veranstaltungen. Formale Voraussetzungen und Prüfungen gibt es nicht, aber jede Menge in Erfahrung zu bringen. Das IUU lädt Interessenten zur Teilnahme ein und sich bei Dr. Ralf Neise, Tel. 0202 75942821 oder ralf.neise@iuu-uni-wh.de, zu informieren.

Neuer Jahrgang des Unternehmer-Studiums beginnt im September 2023

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Am 22. September 2023 beginnt der achte Jahrgang des Unternehmer-Studiums. Das Studium zielt auf die persönliche Entwicklung des Unternehmers. Wer als Unternehmer sein Unternehmen entwickeln will, kommt nicht umhin, sich selbst zu entwickeln.

Diese persönliche Entwicklung erfolgt im Unternehmer-Studium durch die Reflexion und den Austausch persönlicher Erfahrungen. Eingeladen sind Unternehmer, Unternehmensgründer und Unternehmensnachfolger, die an der eigenen Entwicklung und der ihres Unternehmens und an dem Austausch mit Anderen interessiert sind. Formale Voraussetzungen gibt es keine. Das Studium hat vier Module mit je vier Veranstaltungen, die im Rhythmus von ca. vier Wochen jeweils freitags in Wuppertal stattfinden.

 

Abschluss und Auftakt im 7. Jahrgang

Im siebten Jahrgang nehmen zwei Gruppen mit jeweils vier Teilnehmern am Unternehmer-Studium teil. Die erste Gruppe, die im Mai angefangen hat, beendete am vergangenen Freitag mit einem Rückblick auf die vergangenen Veranstaltungen und die eigene Entwicklung das erste Modul zur Identität des Unternehmers. Die Teilnehmer beschreiben, dass sie sich durch den Austausch mit den anderen sowie die diskutierten Inhalte über sich selbst und die eigene unternehmerische Möglichkeit klarer geworden seien. Nach einem intensiven Tag feierten sie den Abschluss dieses ersten Moduls mit einem guten Essen und ein paar Drinks.

Zwei Wochen zuvor hat die zweite Gruppe des siebten Jahrgangs ihr Unternehmer-Studium begonnen. Die vier Teilnehmer erarbeiteten die Frage, „was bedeutet es für mich, Unternehmer zu sein?“ Nach der Diskussion des Handout, dessen Inhalte als herausfordernd und erhellend beschrieben wurde, diskutierten sie im moderierten Gespräch die Antworten, die die Einzelnen auf die gestellte Frage gaben. Zwischendurch schöpften die Teilnehmer neue Kraft bei sonnigem Wetter auf der Dachterrasse des WORQS.

Nach Abschluss dieses ersten Moduls werden die beiden Gruppen fusioniert und führen ihr Unternehmer-Studium in den Modulen 2 bis 4 gemeinsam fort.

 

Abschlussveranstaltung des fünften Jahrgangs

Zur Abschluss-Veranstaltung des Unternehmer-Studiums des fünften Jahrgangs stellten Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger und Dr. Ralf Neise den Teilnehmern die Frage, „was habe ich über mich in Erfahrung gebracht und was bedeutet dies für mein Unternehmen?“ Jeder Teilnehmer beantwortete diese Frage in einem persönlichen Text, der vorab allen Beteiligten zur Verfügung gestellt und in der Veranstaltung intensiv diskutiert wurde. Dabei wurde jeweils der Bogen zum Anfang des Studiums geschlagen und die seitdem erfolgte Entwicklung der einzelnen Teilnehmer beleuchtet. Anschließend übergab Ralf Neise jedem Teilnehmer seine Abschluss-Urkunde, die die erfolgreiche Teilnahme am Unternehmer-Studium zertifiziert.

Alle Teilnehmer freuten sich über den erfolgreichen Abschluss und bekundeten großes Interesse, die gemeinsamen Reflexionsveranstaltungen fortzuführen. Vielfältige Dankesbekundungen und Äußerungen wie „Etwas Besseres hätte ich nicht finden können“, „Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ich mit fremden Menschen solch eine Nähe erfahre“ oder „Durch die Unterschiedlichkeit der Charaktere habe ich auch von den Anderen viel gelernt“ spiegeln das überaus positive Feedback der Teilnehmer an die Veranstalter.

Abschluss-Foto mit den erfolgreichen Absolventen des Unternehmer-Studiums Sven Scharr, Steffen Gloger, Simon Weiss, Niclas von Glahn und Matthias Krein mit Uni.-Prof. Dr. Gerd Walger und Dr. Ralf Neise

Veranstaltung zur Verhandlungsführung

Am 28.-29. Juli 2022 fand für den fünften Jahrgang des Unternehmer-Studiums die Veranstaltung im Verhandeln statt. Ziel der Veranstaltung war, den Teilnehmer eine intensive, persönliche Erfahrung im Verhandeln mit einem professionellen Verhandler zu ermöglichen und diese Erfahrung zu reflektieren. Als Verhandlungspartner stand den Teilnehmern Dipl.-Ök. Jörg Heise, geschäftsführender Gesellschafter der utilitas GmbH, zur Verfügung. Jörg Heise hatte im zweiten Jahrgang der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Witten/Herdecke bei Prof. Dr Gerd Walger studiert und seitdem unterschiedliche Geschäftsführungs- und Vorstandspositionen inne. Er hat sowohl auf der Einkaufs- wie auf der Vertriebsseite als auch beim Verkauf von Unternehmen umfangreiche Erfahrungen im Verhandeln gemacht, die er seitdem immer wieder in Veranstaltungen mit dem IUU eingebringt.

Verhandeln ist eine Führungsaufgabe, in der der Verhandler persönlich gefragt ist. Deshalb ist es sinnvoll, sich im Verhandeln auszuprobieren und die dabei entstehenden Erfahrungen zu reflektieren. Im Seminar mit den Unternehmer-Studierenden fanden drei Verhandlungsrunden statt. Die Aufgabe der Teilnehmer war es jeweils, auf der Basis eines vorgegebenen Falls ein Angebot zu erstellen und mit Jörg Heise zum Abschluss zu bringen. Jeder Teilnehmer konnte sich im Verhandeln ausprobieren. Und jede Verhandlungsrunde wurde von den anderen, nicht verhandelnden Teilnehmern beobachtet und im Anschluss intensiv reflektiert. Auf diese Weise wurde auch das Beobachten und die genaue Beschreibung der Beobachtungen sowie ihre Interpretation eingeübt.

Neuer Jahrgang Unternehmer-Studium

Gemäß der neuen Konzeption starteten wir mit vier Teilnehmern am 6. Mai 2022 die erste Gruppe des siebten Jahrgangs des Unternehmer-Studiums. Eine zweite Gruppe wird am 21. Oktober diesen Jahres beginnen. Interessierte können sich bei Ralf Neise informieren.

Die Idee des Unternehmer-Studiums ist, das unternehmerische Selbstbewusstsein zu entwickeln. Dieses „Bewusstsein seiner selbst“ ist für die Selbstständigkeit des  Unternehmers (d.h. sein Selbst-stehen-Können) unabdingbar. Es entsteht in einem Prozess der Selbstverständigung, in dem man herausfindet, wer man als Unternehmer sein kann und sein will. Das Unternehmer-Studium unterstützt diesen Prozess, indem jeder Teilnehmer im Gespräch mit den Moderatoren und anderen Teilnehmern seine unternehmerischen Erfahrungen und sich selbst zu reflektieren einübt.

Nach der persönlichen Vorstellungsrunde wurde zum Auftakt das Handout zu der Frage, „Was bedeutet es, Unternehmer zu sein?“ besprochen. Mit Bezug auf die darin zitierte Bildungsidee Wilhelm von Humboldts, nach der jeder Mensch ein Original und ihm aufgegeben ist, seine Originalität zu entwickeln, hatte jeder der Teilnehmer im Anschluss Zeit, die Frage, was ihn als Unternehmer ausmacht, zu beantworten und sich den Nachfragen der Anderen zu stellen. Jedem wurde genau zugehört und von den anderen Anwesenden wurde das nachgefragt, was ihm selbst selbstverständlich erschien oder was implizit blieb. Die Beteiligten begannen, ihre Antwort bewusster zu formulieren, die eigenen Antworten zu schärfen und ihre Gedanken weiter zu entwickeln. Sie fingen an, sich selber beim Sprechen zuzuhören und ihnen wurde manches deutlich, das ihnen selbst zuvor nicht oder nicht in der Form bewusst war. Oftmals konnten sie sich auch in den Geschichten der Anderen selber spiegeln oder Aspekte ihrer eigenen wiedererkennen.

Die abschließenden Feedbacks reichten von der Begeisterung für die Unterschiedlichkeit der Charaktere, hinter denen sich dennoch gleiche Fragestellungen verbergen, über Aussagen wie „ich muss mir noch klarer werden, was ich eigentlich will“, „ich gehe mit mehr Fragen als Antworten nach Hause“ und „das Gespräch mit Bastian hat mich zu  der Frage geführt, wer will ich sein?“ bis hin zu der Feststellung, dass es überaus sinnvoll gewesen sei, seine Gedanken im Gespräch mit anderen zu testen.

Bei gutem Essen und reichlich Wein klang diese erste Veranstaltung mit einer neuen, vielfältigen Gruppe spannender Menschen aus.

Ralf, Bastian, Gerd, Heiko, Adrian und Marcus beim abschließenden Abendessen bei San Leo

Planspiel im Unternehmer-Studium

Am 29.-30. April führten Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger und Dr. Ralf Neise mit den Studierenden des Unternehmer-Studiums des 6. Jahrgangs ein Planspiel durch, in dem die Studierenden sich in einer unternehmerischen Führungsposition ausprobieren und die dabei entstandenen Erfahrungen reflektieren konnten.

Das Planspiel ist einem realen Brennerei- und Spirituosen-Betrieb nachgebildet und beinhaltet alle Herausforderungen, die bei der Führung dieses Unternehmens während eines Restrukturierungsprojektes entstanden sind. Neben der Führung von Mitarbeitern bestehen diese insbesondere darin, für das Unternehmen in der Umbruch-Situation einen realistischen Unternehmensplan zu erstellen, grundlegende Entscheidungen zu fällen, die notwendigen betriebswirtschaftlichen Rechnungen durchzuführen und die in den verschiedenen Rollenbeschreibungen sich verbergenden Informationen zusammen zu bringen, die Planung über einen Zeitraum von vier Jahren zu realisieren, die notwendigen Restrukturierungen umzusetzen sowie die entstehenden Ergebnisse persönlich zu verantworten. Neben den aktuellen luden Prof. Walger und Ralf Neise ehemalige Teilnehmer des Unternehmer-Studiums ein, denen das Führungs-Team regelmäßig Rede und Antwort zum Projektstand und Unternehmenserfolg stehen musste.

Zum Abschluss wurden die Erfahrungen mit der Führung und Zusammenarbeit gemeinsam reflektiert, und es wurde mit einer Kostprobe des eigenen Produktes auf das erreichte Ergebnis angestoßen.