studium originale für zukünftige Unternehmer

Die Frage, wie jemand Unternehmer wird, kann die moderne Wissenschaft nicht beantworten. Sie bewegt sich im Modus der Rationalität, dem toten Denken, wie Johannes Stüttgen dies auf der Free Witten Academy (FWA) bezeichnet hat. Die Managementlehre z.B. hat den Unternehmer durch die Funktion der rationalen Kapitalverwendung ersetzt. Den Unternehmer, der für menschliche Freiheit steht, hat sie nicht im Blick und kann ihn auch nicht ausbilden.

Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger und Dipl.-Ök. Ralf Neise vom IUU Institut für Unternehmer- und Unternehmensentwicklung stellen auf der FWA ihr neues studium originale „Wie werde ich Unternehmer?“ vor, das auf die Entwicklung des menschlichen Denkens und der persönlichen Selbstständigkeit zielt, die für das Unternehmer-Sein unabdingbar sind. Simon Weiss, Alumnus der UWH, stellte seine Erfahrungen vor, die er mit dem Unternehmer werden und der Unterstützung durch das IUU gemacht hat.

Das Angebot richtet sich an jeden, der Unternehmer werden will: Gründer, Nachfolger, Fach- und Führungskräfte, Ärzte, Künstler und Studierende aller Fakultäten.

Der Arzt als Unternehmer?

Mit Studierenden und Ärzten diskutierten Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger und Univ.-Prof. Dr. Lutz Neugebauer, Leiter des Nordoff-Robbins Zentrum Witten, die Frage, wie ein Arzt unter den ökonomischen und technischen Bedingungen des Gesundheitssystems wieder Arzt sein kann. Anhand von Thesen und persönlichen Erfahrungen wurde deutlich, dass der Arzt die Leistungen, die er qua seiner Profession für sinnvoll hält, nicht mehr erbringen kann, wenn er sich an den Regelungen und Bedingungen des Gesundheitssystems orientiert. Wieder Arzt sein zu wollen bedeutet, dass der Arzt Unternehmer werden muss, der sich an seinem Selbstverständnis und der von ihm selbst bestimmten Qualität seiner Leistung orientiert ̶ und nicht an der Begrenztheit des Gesundheitssystems. Als solcher Unternehmer setzt der Arzt die vom Gesundheitssystem gewährte Sicherheit auf‘s Spiel und gewinnt die Möglichkeit, den Patienten als Menschen zu betrachten und ihm ein eigenes, zu entwickelndes Angebot zu machen. Neben Prof. Neugebauer stellten Dr. Susanne und Dr. Thomas Osburg ihre persönlichen Erfahrungen vor, die sie mit dem Unternehmer Werden und der Unterstützung durch Prof. Walger, der sie dabei begleitet hat, gemacht haben. Michael Difliff, der bei Prof. Walger studiert hat und heute in der Medizin-Sparte bei Siemens tätig ist, brachte seine Einschätzungen der technischen Entwicklungen ein.

Praxisreflexion

Am Donnerstag 14.1. und Freitag 15.1.2016 bietet das IUU eine Praxisreflexion zur Reflexion von Erfahrungen mit der Führung im Unternehmen an. Mit Bezug auf die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmer wird unter Moderation von Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger und Dipl.-Ök. Ralf Neise reflektiert, wie die Teilnehmer ihre Führungsaufgabe wahrnehmen können und welche persönlichen Herausforderungen damit für sie verbunden sind. Die Vielfalt der Teilnehmer und ihr Erfahrungsaustausch der unterschiedlichen Fälle eröffnet allen Teilnehmern der Veranstaltung die Chance, vielfältige Führungssituationen kennen zu lernen und die eigene Kompetenz zur Übernahme von Führugnsverantwortung und Lösung von Führungsproblemen zu entwickeln.

    Information

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    Einwilligungserklärung (gelesen und akzeptiert.)

    Sie erhalten unmittelbar eine Eingangsbestätigung Ihrer Mail. Wir behalten uns eine Auswahl der Teilnehmer vor.

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    Unternehmerische Studierende für die Entwicklung einer Start-Up Strategie gesucht !

    Ziel ist die Entwicklung und Vermarktung einer neuen Produktgeneration über innovative Vertriebswege (online/ offline) im Auftrag eines mittelständischen Unternehmens.

    Mitwirkende gewinnen Einblicke in die Unternehmensstrategie und arbeiten im Auftrag der Unternehmensführung.

    Studienbegleitende Mitwirkung, selbstständiges Arbeiten im Team

    Projektstart 13.11.2015

    Bitte melde Dein Interesse bei uns an!

    Feierliche Verabschiedung von Prof. Dr. Gerd. Walger von der Universität Witten/Herdecke

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    Tobias Scheytt und Gerd Walger

    In einem Festakt mit Studierenden und Alumni aus 30 Jahrgängen ehrte Jan Peter Nonnenkamp für das Präsidium am Samstag 26.9.2015 in einem Festakt Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger für dessen Leistungen bei dem Aufbau der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Witten/Herdecke, die dieser 1984 mit gegründet hatte. Im Anfang habe es nichts gegeben, keine Studenten, keine Räume, keine Prüfungsordnung. Der Fakultätsaufbau sei eine Energieleistung gewesen, die heute kaum mehr vorstellbar sei. Der Kanzler der Universität, der selbst als Student im zweiten Jahrgang 1985 sein Studium der Wirtschaftswissenschaft an der Universität Witten/Herdecke begann, berichtete in einer persönlichen Anekdote von seinem eigenen Auswahlseminar mit Prof. Walger. Und er würdigte insbesondere auch dessen Arbeit bei der Entwicklung des Mentorenfirmenkonzepts, das dieser über zehn Jahre leitete und für das er 750 Unternehmen gewann, die den Studierenden vom ersten Semester an ermöglichten, praktische Erfahrungen zu sammeln.

    In der akademischen Laudatio charakterisierte Univ.-Prof. Dr. Tobias Scheytt den Wissenschaftler Gerd Walger als einen unbedingten Denker, der in seinem Wirken die existenzielle Bedeutung des Denkens für die Betriebswirtschaftslehre deutlich gemacht habe. Der Professor für Betriebswirtschaftslehre der Helmut Schmidt Universität Hamburg stellte Gerd Walgers Schaffen in Bezug zu Philosophen wie Hegel, Kant sowie Derrida und Foucault. Wie diese habe Gerd Walger Verkürzungen, Einschränkungen und Begrenzungen von wissenschaftlichen Ansätzen in Frage gestellt und an und mit Begriffen gearbeitet, wie z.B. dem des Unternehmers, die dem Menschen und seiner existenziellen Freiheit angemessen seien. Jörg Heise, heute Geschäftsführer der Brita Wasserfilter GmbH und wie seine beiden Vorredner Absolvent des zweiten Jahrgangs, erläuterte unter dem Titel „Kommen Sie einfach persönlich! 30 Jahre Lernen & Leiden mit Gerd Walger“, dass die Studienkonzeption von Prof. Walger ihm ein Studium ermöglichte, das zu seinem persönlichen Studium geworden sei, wie er es in keiner Weise erwartet hatte, und dass dieser ihn auch danach kontinuierlich in seiner Karriere durch die Reflexion praktischer Situationen unterstützte und immer wieder vor gravierenden Fehlern bewahrte. Den persönlichen Charakter des Studiums bei Gerd Walger unterstrichen auch drei Studierende mit ihren Beiträgen. Und bevor die studentischen UWHarmonists, die den Festakt mit ihrem a capella Lied „Ich bin nur wegen Dir hier“ eröffnet hatten, es mit „Come Again“ schließlich beendeten, überreichte Ralf Neise, langjährige Mitarbeiter von Prof. Walger, diesem die anlässlich dieses Festakts vorbereitete Festschrift, in der Studierende, Alumni und Wegbegleiter ihre Studien- und Beratungserfahrungen mit Gerd Walger beschreiben. Studierende und Alumni können die Festschrift bei Ralf Neise bestellen.

    Gerd Walger, der seit 30 Jahren Unternehmer und Unternehmen berät, bleibt auch nach seinem Abschied von der Universität Witten/Herdecke in dem von ihm 2004 gegründeten IUU Institut für Unternehmer- und Unternehmensentwicklung tätig.

    Die Festschrift "Tu was Du willst" bestellen.

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    Coaching für Gründer, Nachfolger und die Karriereplanung

    Für Studierende, die ihre Erfahrungen mit der Unternehmensgürndung, der Unternehmensnachfolge oder der Mitarbeit im Unternehmen reflektieren und/ oder ihre Entscheidung über ihre berufliche Entwicklung vorbereiten wollen, bieten Prof. Dr. Gerd Walger und Dipl.-Ök. Ralf Neise ein Coaching und Erfahrungsaustausch an. Eingeladen sind Studierende staatlicher Hochschulen und der Uni Witten/Herdecke.

    Zeit und Ort: Freitag 16. Oktober ab 10.00 h in Wuppertal

    Bildung und Verantwortung

    In der ZEIT vom 2.7.2015 haben wir unsere Antwort auf den Protest von Wissenschaftlern publiziert, die sich als nicht verantwortlich für ihre universitäre Lehre und Forschung geriert haben. Unter dem Titel „Wir können das nicht verantworten“ beklagen z.B. zwei Professoren, sie „lehren völlig vergeblich“ und ein weiterer, „wir stellen die falschen Fragen.“

    Diese Nicht-Verantwortlichkeit überträgt sich auch auf die Studierenden. Dies macht die Notwendigkeit der Bildungsangebote des IUU deutlich, in denen die Studierenden praktische Erfahrungen machen und wir ihre Verantwortung nachfragen.

    Die Klage der Professoren und unsere Antwort, die wir der ZEIT unter dem Titel "Wir sind verantwortlich" angeboten haben sowie der weitere Text zu den Veränderungen der Hochschulen durch die Digitalisierung, auf den wir Bezug nehmen, können Sie herunter laden, indem Sie die blauen Button anklicken. Den Titel "Selber schuld", unter dem unser Beitrag erschienen ist, hat die Redaktion gewählt, obwohl wir ihm zuvor widersprochen hatten. Wir hatten ihr geschrieben, dass wir diesen Titel nicht verantworten wollen. Denn aus unserer Sicht geht es nicht um Schuld sondern um Verantwortung.

    ZEIT_2015_27_00064 Ausschnitt

    Wir sind verantwortlich (Die ZEIT vom 2.7.2015)

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    "Wir können das nicht verantworten" (Die ZEIT vom 11.6.2015)

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    Lernt von den Studenten (Die ZEIT vom 18.6.2015)

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    Karriere-Check

    Berufliche Karrieren in Unternehmen verlaufen nicht geradlinig, sondern erfordern unterschiedliche, oft latente Schwellen vorausschauend zu erkennen und erfolgreich zu bewältigen. Berufseinstieg, Übernahme einer Führungsposition, Wechsel des Unternehmens oder Altersgrenzen bedeuten einen Umbruch in eine völlig neue Situation. Dass IUU bietet Karriere-Checks und Karriere-Beratungen mit Sonderkonditionen im Juli und August 2015 an, um diese Schwellen erfolgreich zu meistern.

    Download

    Sonderangebot Karriere-Check Juli/ August 2015

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    Welche Identität bildet Beratung?

    Kirche braucht eigene Berater mdg_2_2015_web_pdf

    Beratung, die nur in Bezug auf Rationalität und Kapital stattfindet, ignoriert die Identität ihres Klienten

    Beratung findet heute im Wesentlichen in Bezug auf zwei Momente statt: Rationalität und Kapital, sagt Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger im Interview, das jetzt in dem Geburtstagsheft der kirchlichen Unternehmensberatung MDG anlässlich ihres 40jährigen Bestehens veröffentlicht wurde. Diese Beratung bedeute, dass Kirchen, Krankenhäuser, KIndergärten und andere soziale Einrichtrungen ihre spezifische Identität verlieren. Insofern sei eine Beratung notwendig, die ihren Klienten hilft, ihre eigene Identität zu wahren und in einem möglicherweise veränderten Umwelt zum Tragen zu bringen.