Coaching für Gründer, Nachfolger und die Karriereplanung

Für Studierende, die ihre Erfahrungen mit der Unternehmensgürndung, der Unternehmensnachfolge oder der Mitarbeit im Unternehmen reflektieren und/ oder ihre Entscheidung über ihre berufliche Entwicklung vorbereiten wollen, bieten Prof. Dr. Gerd Walger und Dipl.-Ök. Ralf Neise ein Coaching und Erfahrungsaustausch an. Eingeladen sind Studierende staatlicher Hochschulen und der Uni Witten/Herdecke.

Zeit und Ort: Freitag 16. Oktober ab 10.00 h in Wuppertal

Bildung und Verantwortung

In der ZEIT vom 2.7.2015 haben wir unsere Antwort auf den Protest von Wissenschaftlern publiziert, die sich als nicht verantwortlich für ihre universitäre Lehre und Forschung geriert haben. Unter dem Titel „Wir können das nicht verantworten“ beklagen z.B. zwei Professoren, sie „lehren völlig vergeblich“ und ein weiterer, „wir stellen die falschen Fragen.“

Diese Nicht-Verantwortlichkeit überträgt sich auch auf die Studierenden. Dies macht die Notwendigkeit der Bildungsangebote des IUU deutlich, in denen die Studierenden praktische Erfahrungen machen und wir ihre Verantwortung nachfragen.

Die Klage der Professoren und unsere Antwort, die wir der ZEIT unter dem Titel "Wir sind verantwortlich" angeboten haben sowie der weitere Text zu den Veränderungen der Hochschulen durch die Digitalisierung, auf den wir Bezug nehmen, können Sie herunter laden, indem Sie die blauen Button anklicken. Den Titel "Selber schuld", unter dem unser Beitrag erschienen ist, hat die Redaktion gewählt, obwohl wir ihm zuvor widersprochen hatten. Wir hatten ihr geschrieben, dass wir diesen Titel nicht verantworten wollen. Denn aus unserer Sicht geht es nicht um Schuld sondern um Verantwortung.

ZEIT_2015_27_00064 Ausschnitt

Wir sind verantwortlich (Die ZEIT vom 2.7.2015)

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"Wir können das nicht verantworten" (Die ZEIT vom 11.6.2015)

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Lernt von den Studenten (Die ZEIT vom 18.6.2015)

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Karriere-Check

Berufliche Karrieren in Unternehmen verlaufen nicht geradlinig, sondern erfordern unterschiedliche, oft latente Schwellen vorausschauend zu erkennen und erfolgreich zu bewältigen. Berufseinstieg, Übernahme einer Führungsposition, Wechsel des Unternehmens oder Altersgrenzen bedeuten einen Umbruch in eine völlig neue Situation. Dass IUU bietet Karriere-Checks und Karriere-Beratungen mit Sonderkonditionen im Juli und August 2015 an, um diese Schwellen erfolgreich zu meistern.

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Sonderangebot Karriere-Check Juli/ August 2015

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Welche Identität bildet Beratung?

Kirche braucht eigene Berater mdg_2_2015_web_pdf

Beratung, die nur in Bezug auf Rationalität und Kapital stattfindet, ignoriert die Identität ihres Klienten

Beratung findet heute im Wesentlichen in Bezug auf zwei Momente statt: Rationalität und Kapital, sagt Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger im Interview, das jetzt in dem Geburtstagsheft der kirchlichen Unternehmensberatung MDG anlässlich ihres 40jährigen Bestehens veröffentlicht wurde. Diese Beratung bedeute, dass Kirchen, Krankenhäuser, KIndergärten und andere soziale Einrichtrungen ihre spezifische Identität verlieren. Insofern sei eine Beratung notwendig, die ihren Klienten hilft, ihre eigene Identität zu wahren und in einem möglicherweise veränderten Umwelt zum Tragen zu bringen.

Unternehmer zu werden bedeutet, sich selbstständig zu machen

Viele Gründer und Nachfolger begeben sich in Abhängigkeiten, die ihrer unternehmerischen Selbstständigkeit entgegenstehen. Das IUU Institut für Unternehmer- und Unternehmensentwicklung unterstützt Gründer und Nachfolger auf ihrem Weg, selbstständiger Unternehmer zu werden.

Unternehmertum ist weder lehr- noch lernbar, darauf hat bereits 1950 Erich Gutenberg, der Begründer der deutschen Betriebswirtschaftslehre, hingewiesen. D.h. ein Studium ist in keiner Weise hinreichend, um Unternehmer hervorzubringen. Es bereitet auf die abhängige Beschäftigung vor und bildet nicht das Selbstbewusstsein aus, das man für die unternehmerische Selbstständigkeit braucht. Selbstbewusstsein ist das persönliche Wissen, wer man ist und als Unternehmer sein kann. Es reicht nicht aus, ein start-up zu gründen, einen Auftraggeber oder Investor zu finden oder sich zum Geschäftsführer einer GmbH zu machen.

Unternehmerisches Selbstbewusstsein bildet sich, indem man mit sich und dem eigenen Angebot praktische Erfahrungen macht und diese reflektiert. Diese Reflexionstätigkeit ist harte Arbeit. Es gilt, die Konsequenzen des eigenen Tuns für das Unternehmer-Werden herauszuarbeiten, um sich in ein selbstständiges und nicht in ein abhängiges Verhältnis zu Anderen zu setzen. Dazu bedarf es eines Reflexionspartners, auf Neudeutsch: eines Coachs. Seine Fremdwahrnehmung ermöglicht, die eigene Wahrnehmungen und Einschätzungen zu prüfen. Viele Gründer suchen sich z.B. einen Business Angel als einen solchen Reflexionspartner. Deren Interessenlage steht jedoch der Coachingfunktion entgegen. Auch das „gegenseitige Coaching“ von Gründern funktioniert ohne Moderation nicht, da eine gemeinsame Gründung oft bereits Abhängigkeiten zwischen ihnen mit sich bringt und jeder von ihnen „Partei“ im Spiel ist. Während für Gründer die Gefahren der Abhängigkeiten in den Beziehungen zu Mitgründern, wichtigen Kunden und Investoren liegen, besteht die Herausforderung für Nachfolger insbesondere in der Gestaltung der Beziehung zu den Eltern und Geschwistern sowie Kollegen und Beratern, die dem Nachfolger an die Seite gestellt werden.

Das IUU Institut für Unternehmer- und Unternehmensentwicklung an der Universität Witten/ Herdecke bietet unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger Studierenden und Hochschulabsolventen eine unabhängige Reflexionsmöglichkeit an. Im Erfahrungsaustausch von Gründern und Nachfolgern kann jeder seinen Weg, selbstständiger Unternehmer zu werden, reflektieren und persönliche Kontakte zu anderen knüpfen. Die Teilnahme ist seit 2015 für Studierende von allen Hochschulen möglich. Die nächste Veranstaltung findet am 24.4.2015 statt und ist für Studierende kostenlos. Weitere Informationen bei Ralf Neise.

Praxisreflexion für Alumni

Unternehmertum und Private Equity

Ehemalige Studierende laden Prof. Dr. Gerd Walger und Ralf Neise zur Praxisreflexion am 11. und 12. Juni 2015 ein. Ausgehend von dem Beispiel von Wilhelm Könning, Geschäftsführer von ADA Cosmetics, der im Auftrag des Unternehmers dessen Unternehmen (und "sich") an eine Private Equity Gesellschaft verkauft und seitdem zwei weitere Male an je eine neue PE-Gesellschaft verkauft hat, werden Bedeutung und Erfahrungen mit dieser Form der Unternehmensentwicklung erörtert. Die Veranstaltung beginnt mit einem warming up am Donnerstag gegen 19.30h und endet am Freitag um 18.00 h. Informationen bei ralf.neise@iuu-uni-wh.de.

Neue Angebote für Studierende

Die neuen erfahrungsorientierten Studienmodule des IUU Institut für Unternehmer – und Unternehmensentwicklung ermöglichen Studierenden, mit Führungsverantwortlichen aus Unternehmen und ehemaligen Studierenden von Prof. Dr. Gerd Walger in direkten Kontakt zu kommen und praktische Erfahrungen mit der Entwicklung von Unternehmen zu machen und zu reflektieren. In Relation zum Fachstudium, das ein systematisches und abstraktes Wissen vermittelt, bringen die Studenten in den Angeboten des IUU persönlich in Erfahrung, was das von ihnen gelernte Wissen in konkreten unternehmerischen Situationen praktisch bedeutet und lernen, Verantwortung für ihr Handeln und die Entwicklung des Unternehmens zu übernehmen. Die neuen Studienmodule des IUU richten sich an Studierende von Hochschulen und Universitäten aller Fakultäten und ergänzen ihr Fachstudium, das im Wesentlichen wissenschaftliche Kenntnisse vermittelt, um die Gewinnung persönlicher Erfahrungen.

„Wissenschaftliche Fachkenntnisse sind notwendige, persönliche Erfahrungen sind hinreichende Bedingungen für die Übernahme von Verantwortung im Unternehmen“, sagt Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger, geschäftsführender Direktor des IUU. Im Mai bzw Juni verhandeln die Studenten mit professionellen Verhandlern einen vom IUU entwickelten Case bzw. haben als Projektteam die Aufgabe, ein sanierungsbedürftiges Unternehmen zum wirtschaftlichen Erfolg zu führen und ihr Ergebnis gegenüber dem Vorstand, der aus den Vertretern von Unternehmen gebildet wird, zu verantworten. Für Gründer und Nachfolger bietet das IUU zudem einen Erfahrungsaustausch zur Entwicklung und Umsetzung einer persönlichen Gründungs‐ oder Nachfolgekonzeption an. „In unseren Veranstaltungen kommt jeder Student persönlich vor. Jeder kann sich in der Übernahme einer unternehmerischen Führungsaufgabe ausprobieren und erhält ein professionelles Feedback“, sagt Dipl.-Ök. Ralf Neise, Projektleiter des IUU und Ansprechpartner für interessierte Studenten. Studiengebühren werden vom IUU nicht erhoben, die Teilnahme wird durch die kooperierenden Partnerunternehmen finanziert. Studenten, die an Veranstaltungen über zwei Semester teilnehmen, erhalten ein qualifiziertes Zertifikat des An-Instituts der Universität Witten/Herdecke mit dem Umfang von sechs Leistungspunkten. Weitere Informationen unter https://www.iuu-uni-wh.de/studierende/

Was bedeutet Bildung? – eine Antwort auf Gabor Steingarts Frage „Was bedeutet Leben?“

Die Twitter-Nachricht der Schülerin Naina, sie sei fast 18 Jahre und habe keine Ahnung von Steuern, Miete und Versicherungen, aber sie könne eine Gedichtsanalyse in vier Sprachen schreiben, hat eine Riesendebatte um die Bildung im Deutschland losgetreten. Gabor Steingart, Herausgeber des Handelsblatts, erwidert unter der Überschrift „Was bedeutet Leben?“, sie könne froh sein, dass ihre Lehrer ihr die Steueroptimierer und Versicherungsvertreter vom Leib halten. Dichtung habe wahrscheinlich mehr zu bieten und bereichere durch Klang und Klugheit, ohne dass sie dafür Steuern zahlen müsse. In den Gedankengebäuden der Dichter lasse sich sogar mietfrei wohnen. Und Leben sei nur ein anderes Wort für unfertig sein. So gesehen, sei sie mittendrin im Leben.

Die von Naina ausgelöste Diskussion spiegelt die ganze Bildungsdebatte wieder, die sich als ein Streit um Inhalte begreift, in denen die Schüler bzw. Studenten als Personen nicht vorkommen. Es wird um unpersönliches Wissen gestritten, das der Lehrplan der Schule bzw. das Curriculum der Hochschulen beinhalten soll. Und die stetige Zunahme der Wissensbestände gerät angesichts verkürzter Schul- und Studienzeiten in wachsende Konkurrenz, ebenso wie die diese Wissensbestände vertretenden Lehrer. Jeder will das Vorkommen seines Faches sichern. Dabei wird auch um die Auswahlkriterien gerungen: je nach fachlicher Ausrichtung gilt eine unspezifische „Allgemeinbildung“, wie bei Dichtkunst oder Latein, oder eine vermeintliche „Nützlichkeit“ wie z.B. bei der Forderung nach der Einführung des Faches Wirtschaft in der Schule als Kriterium. Dieser Streit ist unlösbar. Schafft man das Analysieren von Gedichten ab und führt man das Wissen um Steuern, Mieten und Versicherungen ein, werden die Klagen nicht abnehmen – auch nicht die der Schüler.

Den streitenden Parteien ist gemein, dass in ihrem Bildungsverständnis die Schüler und Studierenden nicht als Personen sondern nur als Objekte vorkommen, die vorbestimmte Inhalte aufzunehmen und zu speichern haben. Liest man jedoch die Aussage von Naina nicht in Bezug auf die Frage, welche von ihr abstrahierten Inhalte wissenswert sind, sondern als persönliche Aussage, die sie existenziell betrifft, heißt sie: „Ich will ein erwachsener Mensch sein.“ Die Antwort von Steingart auf diese Frage wiederum lautet: „Sei froh, dass die Lehrer Dich als Kind vor dem Erwachsensein schützen! Die unbeschwerte Kindheit ist die bereicherndste Zeit!“ Diese Antwort ist paternalistisch und entmündigt die, um deren Entwicklung zur Mündigkeit es geht. Sie behindert die Bildung von Selbstständigkeit und Selbstverantwortung.

Das Problem unseres Bildungssystems ist, dass im Streit um die Bestimmung von unpersönlichen Inhalten die subjektive Bildung, die persönliche Bezugnahme auf die, um die es geht, und die Auseinandersetzung mit ihrer menschlichen Entwicklung, verloren gegangen ist. Wir sind, wie Bastian Balthasar Bux in der unendlichen Geschichte von Michael Ende, im Reich der vom Leben abgelösten, fantastischen Gedanken angekommen, in dem die Erinnerung an das Menschsein verloren geht. Bastian Balthasar Bux kommt schließlich in das Änderhaus der Dame Aiuóla, die ihm seine eigene Geschichte erzählt, und in dem er anfängt, auf seine persönlichen Erfahrungen und sich selbst Bezug zu nehmen. Abstraktes Wissen zu lernen ist die notwendige, Reflexion und Selbst-Bezugnahme sind die hinreichenden Bedingungen menschlicher Bildung. Wir brauchen mehr Änderhäuser in Deutschland!

Partnerschaft für Innovation und Führungsnachwuchs

Mit Unterstützung des IUU erarbeiten Studierende in abgestimmten Projekten innovative Lösungen für mittelständische Unternehmen. Unkonventionelle Ansätze der Studierenden bringen eingefahrene Sichtweisen im Unternehmen in Bewegung. Aktuelle Themen sind z.B. die Frage, was das „Internet of things“ für ein Familienunternehmen bedeutet, das Produkte für den privaten Haushalt herstellt oder die Entwicklung eines „Zukunftskonzept 2020“ für ein mittelständisches Unternehmen des stationären Lebensmittel-Einzelhandels.

In Planspielen des IUU, in denen Studierende und Unternehmensvertreter je geeignete Rollen übernehmen, werden die Entfaltung von unternehmerischer Eigeninitiative und die Übernahme von persönlicher Verantwortung durch die Studierenden sichtbar. Die Unternehmensvertreter kommen in direkten und persönlichen Kontakt mit Studierenden und können auf der Basis konkreter Erfahrungen entscheiden, ob und welche Studierenden sie ggf. für eine Mitarbeit im Unternehmen bzw. die Umsetzung der erarbeiteten Konzeptionen gewinnen wollen.

Zudem tragen die Unternehmen zu einer sinnvollen Ausbildung der Studierenden bei. Sie ermöglichen ihnen, praktische Erfahrungen im Unternehmen und mit sich zu machen. Indem das IUU auf diese Erfahrungen und die Studenten persönlich Bezug nimmt und ihre Reflexion unterstützt, bilden die Studierenden ihre praktische Handlungsfähigkeit und ihr unternehmerisches Selbstverständnis aus. Interessierte Unternehmen informiert Dipl.-Ök. Ralf Neise über die konkreten Möglichkeiten der Partnerschaft.

Risiken und Nebenwirkungen der vorweggenommenen Unternehmensübertragung

Da das Bundesverfassungsgericht voraussichtlich in diesem Herbst Teile des Erbschaftssteuerrechtes kippen und es danach die vollständige Steuerfreiheit bei der Übertragung von Betriebsvermögen künftig nicht mehr geben wird, raten viele Steuerberater ihren Klienten die bestehenden Steuervorteile jetzt noch zu nutzen. Da die aktuellen Verschonungsregelungen und Freibeträge geltendes Recht sind, wird erwartet, dass Änderungen nur für die Zukunft und nicht für in 2014 erfolgte Übertragungen wirksam werden. Steuer-Experten gehen davon aus, dass es einen günstigeren Zeitpunkt für die Übertragung von Betriebsvermögen als in diesem Jahr nicht mehr geben wird. In vielen Fällen sollen die geltenden Reglungen für eine vorweggenommene Übertragung der Unternehmensanteile genutzt werden. „Diese Versuche der vorweggenommenen Unternehmensübertragung nähren die Fiktion, dass das Vermögen oder Teile davon übertragen werden könnten, als ob sich sonst nichts ändere und alles beim Alten bleibe“, sagt Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger, geschäftsführender Direktor des IUU Institut für Unternehmer- und Unternehmensentwicklung. Nach seiner Erfahrung ändern sich in der Realität mit der Unterschrift und dem Wirksam-Werden der unterschriebenen Regelungen tatsächlich alle menschlichen Bezüge zwischen den beteiligten Parteien. Denn der Sohn oder die Tochter werden z.B. zu Gesellschaftern des Unternehmens. „Der Versuch, mit ihnen umzugehen, als ob diese Position quasi nichts bedeute, erweist sich im Hinblick darauf, dass Sie lernen sollen, die unternehmerische Verantwortung zu tragen, als kontraproduktiv“, so der auf die Gestaltung von Nachfolge-Regelungen spezialisierte Berater. Auch beginnen in vielen Fällen nach seiner Einschätzung die Kinder die mit der Übertragung verbundene Verantwortung zu verspüren und versuchen, dieser gerecht zu werden. Dieser innere Druck rufe in ihnen einen Handlungsdruck hervor, der sich ein Ventil sucht. Solche Risiken und Nebenwirkungen haben steuerlich orientierte Berater meist nicht im Blick, sagt Prof. Walger. Sie können allerdings Folgekosten mit sich bringen, die die steuerlichen Einsparungen bei weitem übersteigen. Prof. Walger rät, die steuerlichen Vorteile nur vor dem Hintergrund einer Konzeption zu realisieren, die die Verhältnisse der beteiligten Personen im Spiel bedenkt und neu ordnet.