Der vierte Jahrgang des Unternehmer-Studiums startet im Oktober 2019. Jetzt informieren!

Am 11.-12. Oktober 2019 startet der vierte Jahrgang des Studiums für Unternehmer. Interessenten können sich ab sofort beim IUU informieren.

Das Unternehmer-Studium des IUU unterstützt Unternehmer, ihre unternehmerischen Idee auszuarbeiten und zu realisieren. Die Ideen werden in den 16 Veranstaltungen des Studiums mit Bezug auf die konkrete, praktische Situation der teilnehmenden Unternehmer und die Frage, wie sie ihr Unternehmen in Zukunft gestalten wollen, entwickelt. Jeden Schritt auf diesem Weg können sie jeweils bis zu der nächsten Veranstaltung erproben, und die von ihnen gemachten Erfahrungen wiederum in den nachfolgenden Seminaren reflektieren. In diesem Wechselspiel von unternehmerischer Praxis und ihrer Reflexion bringen die Unternehmer in Erfahrung, was ihre Ideen konkret bedeuten, so dass sie die mit ihnen verbundenen Veränderungen im Unternehmen beurteilen und persönlich verantworten können.

Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger und Dr. Ralf Neise haben das Studium auf der Basis einer jahrelangen Beratung von Unternehmern entwickelt. Bislang haben Unternehmer im Alter von 27 bis 54 Jahren aus den unterschiedlichsten Branchen teilgenommen. Sie laden Unternehmer, die an dem Studium interessiert sind, zu einem persönlichen Gespräch ein. In diesem können Interessenten ausprobieren, ob für das Studium für sie in Frage kommt.

Das Unternehmer-Studium findet neben der unternehmerischen Tätigkeit statt. Alle fünf Wochen treffen sich die Studierenden jeweils freitags und samstags in Wuppertal. Formale Voraussetzungen gibt es nicht. Informationen und Kontakt bei Dr. Ralf Neise, unter ralf.neise@iuu-uni-wh.de bzw. Tel. 0202 7591 2821.

Unternehmer-Studium: 1. Jahrgang beendet und mit dem 3. Jahrgang gestartet

Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger und Dr. Ralf Neise haben zusammen mit den Unternehmern, die am ersten Jahrgang des Unternehmer-Studiums teilgenommen haben, die gemeinsame Abschlussveranstaltung zum Thema “Was habe ich über mich in Erfahrung gebracht und was bedeutet dies für mein Unternehmen?” durchgeführt. In der Rückschau beschrieb jeder Teilnehmer seine persönliche Entwicklung und stellte sich den Feedbacks seiner Kommilitonen. Die teilnehmenden Unternehmer bewerteten ihr Studium überaus positiv und freuten sich über ihre persönliche Entwicklung und die der anderen Teilnehmer. Sie verabredeten, sich weiterhin untereinander und mit dem IUU zu gemeinsamen Veranstaltungen zu treffen.

Im Anschluss eröffneten Prof. Walger und Dr. Neise den dritten Jahrgang des Unternehmer-Studium. Sie führten die erste Veranstaltung zum Thema “Was bedeutet es für mich, Unternehmer zu sein?” durch. Alle teilnehmenden Unternehmer waren sehr beeindruckt von der Offenheit der Gesprächssituation und der Vielfalt der Gruppe.

Interessenten, die an dem vierten Jahrgang des Unternehmer-Studiums teilnehmen wollen, können sich auf dieser website, über die nachfolgende PDF “US4” sowie bei Dr. Neise unter 0202 7594 2821 informieren.

US4

Podcast zu Unternehmertum und Digitalisierung

Tobias Dehler und Martin Mayer, beide selbst Unternehmer und Initiatoren des Digitalisierungsportals im Bergischen Land bergisch.io, sprachen mit Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger über die Frage, was Unternehmer und Manager unterscheidet und was die Digitalisierung für sie bedeutet. Im Gespräch gibt Gerd Walger, der von sich sagt, er sei Professor geworden, weil er ein praktischer Mensch sei, auch Einblicke in seinen eigenen Werdegang, der mit der Gründung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Witten/Herdecke verbunden ist. Informationen zum neuen Unternehmer-Studium gibt es hier.

Interaktives Planspiel

Mit Studierenden der Universität Witten/Herdecke und Unternehmern aus dem zweiten Jahrgang des Unternehmer-Studiums des IUU führten Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger und Dr. Ralf Neise ein interaktives Planspiel zur Unternehmensführung durch, das sie auf der Basis eines authentischen Falls aus der Unternehmenspraxis entwickelt haben. Die Studierenden bildeten zwei Teams, die zueinander im Wettbewerb standen und die Aufgabe hatten, einen Produktionsbetrieb zu übernehmen und den Integrationsprozess zu veranstalten. Sie konnten sich in der Führung und Zusammenarbeit unter Projektbedingungen ausprobieren und mussten ihre Planung und ihre Ergebnisse einem Vorstand gegenüber verantworten, deren Rolle Unternehmer-Studenten des ersten Jahrganges übernahmen. Zum Abschluss wurden die Erfahrungen in gemeinsamer Runde, an der alle 25 Studierenden teilnahmen, reflektiert.

Verhandlungsführung

Verhandeln für Unternehmer:

Im Unternehmer-Studium fand die Action-Study zur Verhandlungsführung statt. Die teilnehmenden Unternehmer verhandelten mit einem erfahrenen Profi.

Jede Verhandlungsrunde wurde von den in ihr nicht verhandelnden Teilnehmern beobachtet und im Anschluss gemeinsam mit den Verhandlern intensiv reflektiert. Jeder Teilnehmer bekam ein persönliches Feedback und konnte seine Möglichkeiten der Verhandlungsführung professionalisieren.

Aha-Momente

Interview mit Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger zum Unternehmer-Studium in der Bergischen Wirtschaft:

Für angehende und praktizierende Unternehmer bietet das IUU Institut für Unternehmer- und Unternehmensentwicklung an der Universität Witten/Herdecke ein praxisbegleitendes Unternehmer-Studium an. Im Fokus steht dabei die Unternehmerpersönlichkeit.

Herr Professor Walger, was ist ein Unternehmer-Studium?
Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger: Das Studium zielt auf die Entwicklung unternehmerischen Selbstbewusstseins und ergänzt ein Fachstudium oder eine Ausbildung im technischen oder kaufmännischen Bereich. Nach unserer Auffassung ist es notwendig, sich seiner selbst als Unternehmer bewusst zu sein. Nur dann kann man der Schöpfer seines Unternehmens sein, es persönlich prägen und einzigartig machen und ihm im Wettbewerb einen Vorsprung verleihen.

Wie kam es zu der Idee?
Walger: Es gab damals mehrere Anlässe. Ein junger Mann wollte sich auf die Nachfolge im elterlichen Unternehmens vorbereiten und fragte mich, wo er Betriebswirtschaftslehre studieren solle. Die BWL bildet heute aber eher Manager aus – und keine Unternehmer. Ich konnte ihm also kein angemessenes Studium empfehlen. Ein zweiter Anlass war, dass der Unternehmer eines stark gewachsenen Betriebs mich fragte, wo er führen lernen könne, nicht allein managen. Mir wurde klar: Die Veränderung der BWL ist ein systematisches Problem für Nachfolger wie auch unsere mittelständische Wirtschaft insgesamt. Deshalb haben wir ein Studium entwickelt, das auf die Bildung von Unternehmern zielt.

Was zeichnet das Studium vor allem aus?
Walger: Wir machen keinen Unterricht und vermitteln keine Managementtechnik. Wir kommen mit jedem Teilnehmer in ein intensives Gespräch über seine Entwicklung als Unternehmer. Darin bildet sich das unabdingbare Selbstbewusstsein für seine Position. Dementsprechend gibt es keine formalen Voraussetzungen: Wir sprechen vorab mit jedem Kandidaten und probieren aus, ob seine Teilnahme sinnvoll ist.

Wie sieht das in der Praxis aus?
Sebastian Schalamon, Gebr. Rehbein GmbH & Co., Remscheid (Teilnehmer): Als Nachfolger eines Familienunternehmens wurde mir erst im Studium klar, dass wir uns immer stärker als Zulieferer-Betrieb positioniert hatten. Dieses Selbstverständnis hatte ich übernommen. Jetzt arbeite ich daran, es zu ändern und uns als Entwickler und Produzent zu verstehen, der seinen Kunden ein umfangreiches Angebot macht.

Tobias Dehler, Tangolima GmbH, Remscheid (Teilnehmer): Nach zehn Jahren als Unternehmer war ich an einer Entwick­lungsgrenze angelangt. Das Studium hat bei Themen wie Selbstverständnis, Team und Markt Aha-Momente ausgelöst, die neue Perspektiven eröffnet haben. Künftig will ich nicht nur Dienstleister, sondern auch Produktanbieter sein.

Im September beginnt der dritte Jahrgang. Welche Resonanz gab es bisher auf das Unternehmer-Studium?
Walger: Der erste Jahrgang, der im Juli fertig wird, will die Zusammenarbeit untereinander und mit uns fortsetzen. Und zwei Teilnehmer des zweiten Jahrganges, die sich zufällig auf einer Messe getroffen haben, sind über ihr Studium ins Gespräch gekommen, was einen dritten Unternehmer interessiert hat. Da haben sie angefangen, ihn für den nächsten Jahrgang zu werben. Eine bessere Resonanz kann man sich kaum wünschen.

Redaktion
Foto: Kristina Malis

 

 

Studium für Unternehmer 2018 – Bewerbungsphase für den 3. Jahrgang startet

Für Unternehmer und die, die Unternehmer werden wollen, bietet das IUU Institut für Unternehmer- und Unternehmensentwicklung an der Universität Witten/Herdecke ein die berufliche Tätigkeit begleitendes Unternehmer-Studium an. Im September 2018 startet der dritte Jahrgang. Ab sofort können sich Interessenten informieren und bewerben. Das Studium ist eine Ergänzung zu Fachstudium bzw. Ausbildung im technischen oder kaufmännischen Bereich und zielt auf die Entwicklung des unternehmerischen Selbstbewusstseins. Denn für den Unternehmer ist es nach der Auffassung des IUU sinnvoll und notwendig, sich seiner selbst als Unternehmer bewusst zu sein. Nur wer weiß, wer er selbst ist, kann der Schöpfer seines Unternehmens sein, es persönlich prägen und einzigartig machen, und ihm im Wettbewerb mit Konkurrenten einen Vorsprung und eine Unverwechselbarkeit verleihen.

Das IUU hat das Studienkonzept auf der Basis langjähriger Erfahrungen mit der Beratung von Unternehmern entwickelt. Das Studium hat vier Module mit jeweils vier Veranstaltungen, die im Abstand von ca. sechs Wochen immer Freitags und Samstags stattfinden. Das erste Modul behandelt die Identität des Unternehmers, das zweite die Frage, wie der Unternehmer führt, das dritte Modul thematisiert die Gestaltung des Unternehmens und im vierten Modul schließlich geht es um das Verhandeln. In jedem Modul kommen die Teilnehmer mit ihren Erfahrungen und Fragen persönlich vor, in „Action Studies“ machen und reflektieren sie gemeinsam unternehmerische Erfahrungen und in den dialogischen Seminaren wird herausgearbeitet, was das Unternehmer-Sein ausmacht.

„Das Studium des IUU bietet dem Unternehmer die Möglichkeit, sich selbst und das eigene Handeln zu reflektieren und sich in dem, was er unternimmt, wiederzuerkennen“, erläutert Univ.-Prof. Dr. Gerd Walger, geschäftsführender Direktor des IUU. Diese Reflexion sei wichtig für die Bildung des unternehmerischen Selbstbewusstseins und befähige, die eigene unternehmerische Möglichkeit entwickeln zu können und Lösungen für Probleme zu erarbeiten, die sich im Unternehmen bisher als vermeintlich nicht lösbar erwiesen haben. Der Unternehmer selbst ist der Schlüssel, so Prof. Walger, nur wenn er sich entwickelt, können sich auch seine Mitarbeiter und das Unternehmen entwickeln. „Da Unternehmer Handlungsmenschen sind, ist es für sie sinnvoll, sich einen Ort zu suchen, an dem sie ihr Handeln reflektieren können. Dies ist im Unternehmen oder in der Familie meist nicht möglich. Unser Unternehmer-Studium bietet einen solchen Ort, an dem jeder Teilnehmer dieses Bedürfnis mit den anderen teilt und jeder von den Einsichten und Erfahrungen der Anderen profitiert“, ergänzt Dr. Ralf Neise, der zusammen mit Prof. Walger das Konzept entwickelt hat.

An einem Jahrgang nehmen maximal zehn Studierende teil. Neben Unternehmern unterschiedlicher Branchen sind dies z.B. Nachfolger, die das elterliche Unternehmen übernehmen oder Manager, die z.B. ein Spin-off aus einem bestehenden Unternehmen ausgründen, um ein neuen Geschäftsbereich zu etablieren. Informationen und Kontakt unter ralf.neise@iuu-uni-wh.de bzw. Tel. 0202 7591 2821.

 

 

Unternehmensnachfolge sichern – Familienbande erhalten

Die Lösung des Nachfolgeproblems im Unternehmen bedeutet für den Unternehmer eine besondere Herausforderung. Bei dem schwierigen Vorhaben, den Bestand des Unternehmens zu sichern, geraten oftmals die Auswirkungen der ergriffenen Lösung auf die Familie aus dem Blick. Der Preis vieler Nachfolgelösungen ist eine Beschädigung der Familienbande. Für den Unternehmer, der meist auch das Oberhaupt der Familie ist, ist es sinnvoll, vor der Etablierung einer Regelung die Bedeutung, die diese auf und für seine Familie hat, zu bedenken.

Zweites Studium für Unternehmer gestartet

Am 6. und 7. Oktober fand das Kick-Off des zweiten Unternehmer-Studiums des IUU statt. Die Teilnehmer diskutierten die Frage, "was bedeutet es für mich, Unternehmer zu sein/ zu werden?" Jeder Teilnehmer kam persönlich und mit seinen Erfahrungen vor und arbeitete an der persönlichen Beantwortung dieser Frage. Am Freitagabend stellte der Unternehmer Heinrich Völker den Teilnehmern seine persönliche und unternehmerische Entwicklung vor.

Das IUU plant den Beginn des dritten Unternehmer-Studiums ab September 2018. Bis zum 31.12.2017 können sich Interessenten Frühbucher-Konditionen sichern.

Feedback von Teilnehmern:

„Vielen Dank für die tolle Veranstaltung. Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht.“(Christoph W., Unternehmer)

„Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf das nächste Seminar. Das letzte wirkt auch noch nach! ;-)“ (Sebastian S., Nachfolger)

„So „unbequem“ das Nachdenken über sich selbst im Seminar auch ist, es scheint mir gut zu tun. Ich freue mich sehr auf das nächste Treffen.“ (Colin W., Nachfolger)

"Mir hat es sehr gut gefallen und ich finde, wir haben eine supergute Truppe beisammen!" (Stephan, Assistent der Geschäftsführung, der ein neues Unternehmen starten will und für seinen Chef starten soll)

“Die Kompetenz des Unternehmers” als Buch erschienen

Die Dissertation von Ralf Neise, "Die Kompetenz des Unternehmers", ist bei de Gruyter als Buch erschienen. Der Autor entwickelt einen Begriff des Unternehmers, der für die moderne Betriebswirtschaftslehre, die sich als rationale Wissenschaft versteht, eine grundlegende Innovation bedeutet. Mit Bezug auf die Objektive Hermeneutik entwickelt er eine Möglichkeit, den Begriff des Unternehmers in den Blick zu nehmen und dessen Kompetenz zu explizieren.

"Hier liegt uns von Ralf Neise eine sehr mutige, außergewöhnliche wissenschaftliche Arbeit vor, denn er traut sich, den gesicherten Rahmen der heutigen ausschließlich rational begründeten Betriebswirtschaftslehre in Frage zu stellen und öffnet damit der Betriebswirtschaftslehre einen Raum, indem er sie nicht von ihrer Grenze her (Definition) sondern auf ihrer Grenze bewegt. Dies ist im guten Sinne Wissenschaft, die es immer wieder nötig hat, ihren Gegenstand und sich selbst neu in den Blick zu nehmen - nur so kann sich Wissenschaft weiter entwickeln, indem sie ihrer eigenen Grenzen ansichtig wird." (Geleitwort von Gerd Walger)